111 Mal Mittlere Reife

Alle Schülerinnen bestehen die Abschlussprüfung!

Aufgrund der Corona-Einschränkungen eine Woche später und in einem kleineren Rahmen als gewohnt fand die Verleihung der Abschlusszeugnisse der Absolventinnen der Sophie-Scholl-Realschule klassenweise in der Aula statt.

Nach einem turbulenten Schuljahr und den Abschlussprüfungen, in denen sich die Schülerinnen u. a. mit Themen wie Fast Fashion (Deutsch), Raumgeometrie (Mathematik), künstlicher Intelligenz (Englisch) oder der Bedeutung von Großeltern für Familie und Gesellschaft (Sozialwesen) auseinandersetzen mussten, durfte Schulleiterin Susanne Genser nun allen 111 Schülerinnen der 10. Klassen ihre Abschlusszeugnisse verleihen. 41 schafften sogar eine Eins vor dem Komma, davon 12 eine sogenannte „echte“ Eins. Als Schulbeste konnten Lisa Kummer und Sophie Neumann (beide 1,09) geehrt werden.

Schülersprecherin Theresa Göldner erhielt für ihre langjährigen Verdienste in der Schülermitverantwortung eine besondere Anerkennung: Die Ministerialbeauftragte für die Realschulen in der Oberpfalz, Mathilde Eichhammer, entsandte ihre Anerkennung, der sie mit einem Zertifikat und einem Buchgutschein in Höhe von 30€ Ausdruck verlieh.

Sowohl die Klassenleiter als auch die Klassensprecherinnen nutzten die stimmungsvolle Feier, um in teils emotionalen Worten die vergangenen sechs Jahre Revue passieren zu lassen. Dabei wurde nicht nur von den absoluten Highlights wie den Abschlussfahrten berichtet. Natürlich wurde ebenfalls aus dem Nähkästchen geplaudert und die eine oder andere Anekdote aus der gemeinsamen Zeit zum Besten gegeben.

Am Ende der von den Musik-Lehrkräften umrahmten Feierstunden erhielten die Abschlussschülerinnen traditionell vom Elternbeirat noch jeweils eine weiße Rose als Symbol für Sophie Scholl, der Namensgeberin der Schule.

Sophies Schulbienen und die Schulimkerei

Rund um die Sophie-Scholl-Realschule blühen momentan alle Bäume und Sträucher. Viel Arbeit für die fleißigen Bienchen an der Sophie-Scholl-Realschule. Das Thema Artenschutz hat im letzten Jahr durch das Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ eine außergewöhnliche Aufmerksamkeit erfahren. Unter dem Motto „Rettet die Bienen“ wurde eine Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes erwirkt, die die Artenvielfalt und Lebensräume nachhaltig sichern und verbessern soll.  

Als „Schule fürs Leben“ hat sich die Sophie-Scholl-Realschule auch intensiv mit der Frage beschäftigt, wie sie neben dem preisgekrönten Schulgarten mit einem großen Insektenhotel einen weiteren Beitrag zu diesem wichtigen Vorhaben leisten könne und hat durch die Einrichtung eines eigenen Areals für eine Schulimkerei einen weiteren Grundstein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt gelegt. Hierbei konnte man sich auf die tatkräftige Unterstützung durch Frau Judith Peter und Frau Petra Zach (Schulabteilung der Stadt Weiden) sowie Herrn Ferdinand Janker und Herrn Johann Trommer (Amt für Hochbau der Stadt Weiden) als Sachaufwandsträger verlassen. Im Rahmen der Schulimkerei unter der Leitung von Frau Karin Hoffmann, Lehrerin an der Sophie-Scholl-Realschule, sollen interessierte Schülerinnen der Schule im Rahmen eines Wahlfaches die Möglichkeit erhalten, die faszinierende Welt der Bienen zu entdecken. In Kleingruppen können sie ab dem nächsten Schuljahr mit Schutzanzügen versehen die Arbeit an den Bienenvölkern aufnehmen und neben theoretischem Wissen über den Organismus Biene selbst lernen, wie Honigbienenstaaten funktionieren, wie diese sensiblen Tiere und ihre Behausungen gepflegt werden müssen und wie Honig letztendlich geerntet und vermarktet werden kann. Dabei werden die Schülerinnen auch ganz nebenbei ihre Sinne für die Vorgänge in der Natur schärfen, denn die sich sorgende Imkerin behält das Wetter und die wichtigsten Trachtpflanzen stets im Blick und will ihre Bienen gut versorgt wissen.   

Für interessierte Schülerinnen, die noch nicht ganz so mutig sind, plant Frau Hoffmann auch einen Schaukasten mit einer Königin und ihrem eigenen kleinen Hofstaat zu installieren, damit der faszinierende Blick in ein Bienenvolk auch im Rahmen des Biologieunterrichtes an der Schule, durch eine Glasscheibe geschützt, gewagt werden kann.

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