Informierte und couragierte Mädchen am Projekttag

Anlässlich eines Projekttages „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ an der Sophie-Scholl-Realschule konnten sich die Schülerinnen zu unterschiedlichen Themen umfassend informieren. In den ersten beiden Stunden hielten eigens dafür geladene Referenten anschauliche, emotionale und interessante Vorträge für die Mädchen.

Herr Gebhardt, Geschäftsführer von der Tafel Weiden und Sozialpädagoge bei der Diakonie, referierte in seinem Vortrag „Wertigkeit von Mensch und Lebensmittel“ zum einen über die Ausgrenzung und Ausbeutung von Menschen in der Gesellschaft. Außerdem wies er darauf hin, dass heutzutage in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt werden, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

Vor Ort in Weiden agiert Herr Wagner mit dem Arbeitskreis Asyl. Täglich werden z. B. um die 240 Schülerinnen und Schüler in den eigenen Räumlichkeiten bei den Hausaufgaben betreut. Darüber hinaus gab er einen Einblick in die umfassende Arbeit von „Amnesty International“ und deren Einsatz für die Menschenrechte. Amnesty kümmert sich auch um die Rechte der Flüchtlinge.

Herr Weiß stellte seine Arbeit als Koordinator für Ehrenamtliche im Bereich Asyl bei der Diakonie in Weiden vor. Dieses „Netzwerk Asyl“ organisiert die Freiwilligenarbeit für Flüchtlinge in Weiden. Nach anfänglichen Problemen wie fehlender Sprache oder mangelhafter Kleidung stehen die Helfer heute anderen Schwierigkeiten gegenüber. Sie helfen anerkannten Flüchtlingen bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche. Begleitet wurde Herr Weiß von zwei Flüchtlingen aus Syrien bzw. Afghanistan, die sehr anschaulich über ihre Situation berichteten und denen die Schülerinnen eigene Fragen stellen konnten.

Eine weitere Referentin war Frau Koller vom Weidener Aufklärungsprojekt „PLATO“ – Platz für Toleranz. Sie informierte die älteren Schülerinnen über schwule, lesbische, bisexuelle und transidente Lebensweisen und ermutigte sie, offen mit diesen Themen umzugehen. Im direkten Gespräch sollten Vorurteile und Klischees abgebaut werden.

Vom Regensburger Verein „Sea-Eye“ waren Herr Lindner und Frau Putz anwesend. Der vorwiegend mit Hilfe von privaten Spenden organisierte Verein ist mit zwei Schiffen im Mittelmeer vor der libyschen Küste unterwegs, um Flüchtlinge aus Schlauch- oder Holzbooten vor dem Ertrinken zu retten. Seit Ende März 2016 gelang es ihnen zusammen mit der italienischen Küstenwache, mehr als 12 000 Menschen vor dem sicheren Tod zu bewahren.

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